Ein schwarzer Hund mit dem Namen Bleckie sitzt in einer Bundeswehr-Weste am Uferweg im goldenen Abendlicht.

Bleckie – Zwischen Erinnerung, Sehnsucht und Wiedersehen

Bleckie – Zwischen Erinnerung, Sehnsucht und Wiedersehen

Bleckie ist für mich nicht nur ein Name und keine bloße Figur in einer langen Geschichte. Wenn ich an ihn denke, kommen Erinnerungen, Gefühle, Orte und einzelne Augenblicke zusammen, die sich über viele Jahre verteilt haben. Manche sind klar, andere liegen wie eine Spur unter der Oberfläche. Schon um das Jahr 2000 gab es einen Moment, der mir im Gedächtnis geblieben ist: SIT hatte Tigerkatze beim Kaffee trinken dabei, und auch Bleckie war dort. Damals fiel mir vor allem seine Ausstrahlung auf. Er wirkte cool, ruhig und geheimnisvoll. Besonders sein Blick blieb hängen. Es war für mich dieser Blick, der sagte: „Ich weiß mehr, als ich sage.“ Genau das machte mich neugierig. Vorsicht war zwar auch da, aber die Neugier war stärker. Damals suchte ich bereits nach meinem Dualseelenweg, ohne zu wissen, welche Bedeutung Bleckie später für mich bekommen würde.

Viele Jahre vergingen, bis 2024 dieser alte Eindruck in einem neuen Licht erschien. Bleckie holte mich von der Bushaltestelle am Schulweg ab. Äußerlich war es vielleicht nur eine Autofahrt, doch innerlich war sie etwas anderes. Schon vorher kündigte sich ein Gefühl an, das ich als leichte Wolke im Bauch beschreibe. Zuerst war da Wärme. Keine hektische Aufregung, kein nervöses Kribbeln, sondern eine ruhige, gleichmäßige Wärme. Während der ganzen Fahrt blieb sie bestehen. Gleichzeitig entstand ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Es war neu und doch auf eine eigenartige Weise vertraut, fast so, als hätte sich etwas lange angekündigt und würde nun zum ersten Mal wirklich spürbar werden. Nach der Fahrt war dieses Zusammengehörigkeitsgefühl stärker als alles andere. Als wir uns verabschiedeten, war mein erster Gedanke nur: „Auf Wiedersehen.“ Nicht wie ein Abschluss, sondern wie ein stilles inneres Wissen darum, dass diese Begegnung für mich noch nicht vorbei war.

Heute ist die Sehnsucht nach einem Wiedersehen stärker als damals. Dabei weiß ich, dass Hoffnung und Wirklichkeit zwei verschiedene Ebenen sind. Meine emotionalen Wahrnehmungen gehören zu mir; sie sind keine Garantie dafür, was ein anderer Mensch denkt oder plant. Trotzdem tragen sie Bedeutung. Wenn ich mir vorstelle, Bleckie eines Tages wiederzusehen, denke ich nicht zuerst an große Erklärungen. Ich denke an seinen Blick. An Wärme, Sicherheit und das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Ich wünsche mir Liebe darin zu erkennen, aber ich weiß auch, dass echte Liebe sich nicht nur in einem Blick zeigt. Sie zeigt sich ebenso in Verhalten, Worten, Nähe, Verlässlichkeit und darin, wie zwei Menschen miteinander umgehen.

Wenn ich mir ein mögliches Wiedersehen ausmale, beginnt es mit einer Umarmung. Danach möchte ich nicht sofort alles klären. Ich würde einen Moment bleiben, schauen, fühlen und sehen, was wir gemeinsam als Erstes tun möchten. Mein inneres Bild führt uns zum Rhein. Dort soll das Saturn-Buch zur „Laterne 1993 am Rhein“ gebracht werden. Dieser Ort ist für mich ein wichtiger Erinnerungsmarker. Wer das Buch dorthin bringt, soll mich mitnehmen; ich möchte nicht, dass es ohne mich seinen Weg dorthin findet. Von dort aus würde ich mit Bleckie weiter zum keltischen Baumhoroskop gehen, zur Pappel, und ihm vom Wiesener Wald erzählen, den ich 2022 gefunden habe. Heute verbinde ich mit diesem Wald 187 Bäume. Ob diese Bäume zu meiner eigenen Linie oder zu einer anderen gehören, weiß ich nicht. Das möchte ich nicht erfinden, sondern im Gespräch mit dem Eigentümer herausfinden. Auch Bleckie würde ich zu diesem Gespräch mitnehmen wollen.

Ein weiterer Teil dessen, was ich ihm zeigen möchte, ist meine Arbeit. Ich möchte ihm Esoterik, Heilung und meine persönliche Vorstellung von Energiefeldern näherbringen. Beginnen würde ich mit dem Element Wasser. Nicht mit Theorie, sondern mit Beobachtung und Berührung. Am Rhein könnte er zunächst sehen, wie ein Schiff Wellen erzeugt und wie das Wasser danach wieder ruhiger wird. Er soll hören, sehen und fühlen, ohne dass ich seine Wahrnehmung vorgebe. Erst danach würde ich ihn fragen, wie es sich für ihn angefühlt hat und ob er das Wasser als unruhig erlebt hat. In meiner spirituellen Arbeit verbinde ich Wasser mit Beruhigung, Kontakt und Nächstenliebe. Ob eine Veränderung am Wasser durch mein Handeln entsteht, würde ich nicht als Tatsache behaupten; wichtig ist für mich die bewusste Begegnung mit dem Element.

Bleckie steht für mich deshalb an einer Schnittstelle zwischen Erinnerung, Sehnsucht, Liebe und Zukunft. Er gehört zu einer langen Geschichte, die nicht an einem einzigen Tag erklärt werden kann. Vom geheimnisvollen Blick im Jahr 2000 über die Autofahrt 2024 bis zu meiner heutigen Hoffnung auf ein Wiedersehen zieht sich eine Linie, die vor allem durch mein eigenes Erleben geprägt ist. Vielleicht ist das der wichtigste Punkt: Ich muss heute noch nicht wissen, wie alles weitergeht. Ich darf Erinnerungen ernst nehmen, Gefühle wahrnehmen und gleichzeitig offenlassen, was in der Wirklichkeit tatsächlich geschieht. Wenn Bleckie eines Tages wieder vor mir steht, möchte ich nicht nach einem fertigen Drehbuch handeln. Ich möchte hinschauen. Ich möchte spüren. Und dann möchte ich gemeinsam mit ihm herausfinden, welcher erste Schritt wirklich zu uns passt.