Ein weiches Tigerkatzen-Plüschtier sitzt auf dem Armaturenbrett, während draußen eine verschwommene Person im Regen steht.

Sit und Tigerkatze

Der erste Tag ohne Sit und Tigerkatze

Lisa merkt, dass die drei Wochen vorbei sind und jetzt tatsächlich Alltag ohne ihn und Tigerkatze weiter geht. Sie hatte sich in Hannover bei einer Zeitarbeitsfirma beworben, in deren Logo ein Känguru war. Das erinnerte Lisa an den Serengeti Park in dem sie das Sahara SOS gefunden hatte. Kurzfristig in die Sahara entführt, versuchte sie sich auf den Alltag zu konzentrieren und erledigte fix die Aufgaben, die an ihr gestellt wurden. Doch ihre Gedanken waren nur bei Sit.

Sit erlebte den Tag als sehr seltsam. Tigerkatze rutschte ständig vom Armaturenbrett auf den Beifahrersitz, als würde sie Lisa vermissen. Irgendwie verlief der Tag sehr komisch, so dass Sit abends mit Tigerkatze in seinem Zimmer saß und die Tränen einfach nur laufen lies. Warum war alles nur so schief gelaufen? Es hätte so einfach sein können. Wie bekommen wir nur unsere Lisa zurück, fragte er Tigerkatze, als sie sich das erste Mal tief in die Augen sahen.

Die Verbindung war erneut wieder hergestellt und Lisa war erstmal zufrieden, ihn nicht ganz verloren zu haben. Doch nicht nur diese Verbindung war wieder hergestellt. Sie erinnerte sich an den Urlaub 07/1998 mit ihrer Mutter in UELZEN – Einstein Pizzeria und den WeltErbe Teller Italien. Dieses Erbe ist 138 Jahre alt. „Wenn du hier fertig bist, musst Du Italien bescheid sagen. Es geht ums WeltErbe.“ Doch wir hatten schon das Jahr 2000 und Lisa war noch nicht fertig mit Niedersachsen und Hamburg. Die Arbeit wird zum Halt, aber auch zur Ablenkung. Die Tigerkatzenverbindung bleibt als innerer Faden bestehen.

Am nächsten Tag war sie dann bei der ALCATEL am arbeiten. Die Arbeit war getan, also nahm sie sich erneut ein Formular und erweiterte dieses nach den Informationen, die sie zu der Firma hatte und gab die Verbesserung als Vorschlag ihrem Chef. Dieser zitierte sie dann in ihr Büro. Lisa dachte sie hätte etwas falsch gemacht, aber wurde eher überrascht, als enttäuscht. „Ich habe ein Projekt in Niederbayern, wo ich sie gerne einsetzen würde. Wären Sie bereit für ein Jahr nach Niederbayern zu gehen?“ – Dejervue –

Schon wieder ging es um eine Jahresplanung und Lisa fragte sich, ob ihr Chef der nächste ist, der sie „verarschen“ will. Doch er hatte es ernst gemeint und Lisa hatte nichts, was sie noch in Celle halten würde.