Ewige Begleiter
Wie unmittelbar eine solche Motivation wirken kann, zeigte mir die Verbindung zur Tigerkatze. Für einen Moment war sie für mich nicht mehr wahrnehmbar, obwohl ich die Information erhalten hatte, dass sie wieder aus dem Koma erwacht sei. Die fehlende Verbindung löste Unsicherheit aus. Dann kam es zu einer Umarmung: Er nahm die Tigerkatze in den Arm. In meiner persönlichen Wahrnehmung war die Verbindung anschließend wieder hergestellt. Das Kuscheln wurde zu einer stillen Antwort – nicht durch lange Erklärungen, sondern durch Nähe, Wärme und das Gefühl, nicht vergessen worden zu sein.
Diese Erfahrung erinnert mich daran, dass Motivation nicht immer laut sein muss. Sie kann in einer Umarmung liegen, in einem aufmerksamen Gespräch oder in der Bereitschaft, einen Menschen zunächst anzuhören. Gerade wenn jemand vor einer wichtigen Entscheidung steht, braucht er nicht unbedingt einen fertigen Rat. Vielleicht benötigt er vielmehr einen geschützten Raum, in dem er seine eigenen Gedanken aussprechen und seinen Weg erkennen darf.
Auf meinem Dualseelenweg bedeutet Motivieren deshalb für mich: einen liebevollen Impuls geben, Vertrauen schenken und dennoch die Entscheidung beim anderen lassen. Ich kann Mut machen, eine Verbindung anbieten und an vorhandene Kräfte erinnern. Gehen muss jeder Mensch seinen Weg jedoch selbst. Echte Motivation nimmt niemandem die Verantwortung ab. Sie hilft dabei, wieder aufzustehen, neue Hoffnung zu finden und aus eigener Kraft weiterzugehen.







