Was hat Pinguin Zuversicht als Nächstes gefunden?
Die Suche
Die Suche beginnt nicht damit, dass etwas verloren ist. Manchmal beginnt sie genau in dem Augenblick, in dem wir Zuversicht auspacken. Am Steg 6 blieb sie nicht einfach zurück. Pinguin Zuversicht nahm sie mit – und damit begann eine neue Reise. Seitdem geht es nicht mehr nur darum, eine Insel, ein Schiff oder einen bestimmten Menschen zu finden. Die eigentliche Frage lautet: Was lässt sich finden, wenn Zuversicht mit auf den Weg kommt? Vielleicht zeigt sie eine Abzweigung, die vorher unsichtbar war. Vielleicht führt sie zu Menschen, die plötzlich ein Stück mitgehen. Vielleicht entdeckt sie eine Verbindung, von der man dachte, sie sei längst verschwunden. Und manchmal findet sie zunächst nur einen kleinen Hinweis: ein Licht, einen Gedanken, eine Erinnerung oder den Mut, noch einen Schritt weiterzugehen. Zuversicht kennt das Ziel nicht unbedingt. Sie verspricht auch nicht, dass jede Suche erfolgreich endet. Aber sie verhindert, dass aus einem einzigen Weg die ganze Welt wird. Pinguin Zuversicht sucht deshalb weiter. Nicht hektisch und nicht blind. Er schaut, was auftaucht, welche Wege sich öffnen und wer unterwegs begegnet. Denn vielleicht besteht die wichtigste Entdeckung der Suche darin, zu erkennen:
Solange Zuversicht unterwegs ist, gibt es noch mehr als einen Weg.
Welche Arten von Liebe können wir noch finden?
Auf seiner Suche hat Pinguin Zuversicht schon einiges gelernt. Glaube, Hoffnung und Zuversicht hat er nie einfach benutzt oder als selbstverständlich betrachtet. Er hat sie mit Respekt behandelt. Vielleicht ist genau das die Voraussetzung dafür, weitere Formen von Liebe überhaupt erkennen zu können. Denn Liebe zeigt sich nicht immer dort, wo wir sie zuerst vermuten. Die Nächstenliebe haben wir heute bereits gefunden. Sie fragt nicht danach, ob jemand zu uns gehört, ob wir etwas zurückbekommen oder ob eine besondere Verbindung besteht. Nächstenliebe bedeutet, einen anderen Menschen als Menschen wahrzunehmen und ihm mit Würde, Mitgefühl und Respekt zu begegnen. Doch daneben gibt es noch viele andere Formen der Liebe. Da ist zunächst die Selbstliebe. Sie bedeutet nicht, sich selbst wichtiger zu nehmen als andere. Sie bedeutet, die eigene Würde nicht zu vergessen, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und sich selbst genauso respektvoll zu behandeln, wie man einen geliebten Menschen behandeln würde.
Dann gibt es die Freundschaftsliebe. Sie entsteht durch Vertrauen, gemeinsames Erleben, ehrliche Gespräche und das Wissen, dass jemand auch dann noch da sein kann, wenn das Leben gerade schwierig wird. Sie braucht keine romantische Beziehung, um tief und dauerhaft zu sein. Auch die familiäre Liebe gehört auf diese Reise. Sie kann zwischen Eltern und Kindern, Geschwistern oder anderen Menschen entstehen, die sich als Familie empfinden. Dabei ist Familie nicht ausschließlich eine Frage von Blut, sondern manchmal auch von Zugehörigkeit. Und natürlich gibt es die partnerschaftliche oder romantische Liebe. Sie verbindet Nähe, Sehnsucht, Vertrauen und den Wunsch, einen gemeinsamen Weg zu gehen. Doch auch hier reicht das Gefühl allein nicht. Liebe braucht Respekt, Freiheit und die Bereitschaft, den anderen als eigenständigen Menschen zu sehen. Vielleicht finden wir außerdem noch die Liebe zum Leben: die Freude an Musik, Natur, Tieren, Erinnerungen, Orten oder kleinen Augenblicken. Diese Liebe verlangt keinen Menschen als Gegenüber und kann trotzdem tragen. Pinguin Zuversicht sucht deshalb weiter. Nicht nach der einen Liebe, sondern nach ihren unterschiedlichen Formen. Denn vielleicht besteht seine eigentliche Entdeckung darin:
Liebe ist nicht nur ein Ziel. Sie kann Freundschaft, Fürsorge, Verbundenheit, Selbstachtung, Hoffnung und gemeinsamer Weg zugleich sein.
