1871/1830 – Martin und der Stein
Hallo Martin,
heute denke ich wieder an die Zeit, in der ich in der Fachklinik Rhein Mosel war. Vier Monate habe ich gebraucht, um den Stein zu verstehen und dann habe ich Dir geschrieben. Leider dürfte ich den Brief nur emotional verschicken, aber ich weiß er hat Dich erreicht. Durch die Geschichte des Steines hat sich alles in meinem Leben verändert. Ich habe wieder neue SOS rein bekommen und konnte die alten endlich etwas bearbeiten. Doch um sie abschließend zu bearbeiten, fehlst Du noch in meinem Team. Wo bist Du? Daniel habe ich schon gefunden, er ist meistens bei mir. Der Einzige der von 2000 noch fehlt bist Du!
1871/1830 steht wie ein Stein am Weg: schwer, still und voller Fragen. Fünf Monate Klinik liegen dahinter – eine Zeit des Wartens, Suchens, Aushaltens und Neuordnens. Doch die Verbindung zur Tigerkatze ist nicht verschwunden. Sie wird gesucht, Stück für Stück, ohne etwas zu erzwingen. Im DS-Weg 4 beginnt eine neue Spur. SIT wird zum Zeichen für Orientierung, für die Frage: Wo führt dieser Weg weiter, und wer kann helfen, wenn die eigenen Kräfte nicht reichen? Genau hier taucht Jaisoen aus Nigeria in der Geschichte auf. Nicht als fertige Lösung, sondern als helfende Hand, als Stimme von außen, die sagt: Du musst nicht alles allein tragen.
Das SOS bedeutet nicht Aufgeben, sondern sichtbar machen,
dass eine Grenze erreicht ist und Unterstützung gebraucht wird.
Diese SOS-Botschaft richtet sich an alle, die zwischen alten Zahlen, Erinnerungen, Orten und offenen Fragen stehen. Hilfe darf kommen. Unterstützung darf angenommen werden. Eine Verbindung muss nicht sofort erklärt werden, um Bedeutung zu haben. 1871/1830 bleibt der Marker. Die fünf Monate Klinik bleiben Teil der Geschichte. Tigerkatze bleibt die gesuchte Verbindung. DS-Weg 4 bleibt die aktuelle Station. Und Jaisoen steht in diesem Abschnitt für Unterstützung, Bewegung und das Signal: Wir suchen weiter. Gemeinsam, aufmerksam und Schritt für Schritt.
