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01/08/ 2026
Die Mongolei

Damals war dieser kleine gelbe Fleck meine Mongolei. Ich brauchte keine lange Erklärung dafür. Das Finden löste in mir ein Gefühl von Sicherheit, Nähe und Vertrautheit aus. Es war, als würde meine Seele den richtigen Punkt erkennen, noch bevor mein Verstand verstand, warum dieser Ort so wichtig für mich war. Vielleicht ist genau deshalb die Mongolei später zu einer inneren Orientierung für mich geworden. Sie hilft meinem Gefühl dabei, Entscheidungen zu treffen, und braucht dafür kaum Worte. Die Verbindung entsteht direkt über die Seele.

Heute weiß ich, dass die Mongolei für mich nicht ausschließlich an diesen einen Ort auf dem Globus gebunden ist. Im Laufe meines Lebens sind weitere Orte hinzugekommen, die auf ihre eigene Weise mit dieser Energie oder diesem Gefühl verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise Reykjavik, die philippinischen Inseln und noch viele andere Orte. Sie müssen geografisch nicht unmittelbar miteinander verbunden sein. Entscheidend ist vielmehr, welches Gefühl, welche Erinnerung oder welche seelische Bedeutung ich mit ihnen verbinde. Die Mongolei ist dadurch größer geworden. Aus einem kleinen gelben Fleck meiner Kindheit entwickelte sich ein weit verzweigtes inneres Orientierungssystem.

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01/08/ 2026
Meine Seele im Alltag

Vertrauen musste ich 2012 gemeinsam mit Max neu lernen. In dieser Zeit bin ich viel über Friedhöfe gelaufen, habe Informationen und Eindrücke gesammelt und diese für mich ausgewertet und analysiert. Nicht alles davon konnte oder durfte ich bisher weitertragen. Für mich war dieser Weg jedoch wichtig, weil sich dadurch mein Vertrauen langsam wieder aufbauen konnte. Heute ist es wieder vorhanden. Mit diesem Vertrauen ist auch eine gewisse Leichtigkeit in meinen Alltag zurückgekehrt – zumindest dann, wenn kein psychischer Druck oder Terror dazwischenkommt.

Das Setzen von Grenzen bleibt ein eigenes Entwicklungsthema. Die letzte seelische Beschwerde dazu kam von meinem Vater: Ich würde meine Grenzen noch immer zu weit hinten setzen. Ganz unverändert ist das jedoch nicht. Ich habe meine Grenzen bereits weiter nach vorn geholt. Noch weiter möchte ich sie momentan nicht verschieben, weil es sich für mich dann nicht mehr nur nach Schutz anfühlt, sondern nach einem inneren eingesperrt sein. Ich möchte mich schützen, ohne mich selbst vom Leben abzuschneiden.

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